Absteiger Herisau bestätigte seine Aufstiegsambitionen mit einem Heimsieg. Die Weichen
wurden früh auf Sieg gestellt, denn das Spiel begann mit zwei Paukenschlägen für die
Einheimischen.
Bei schönem Herbstwetter mit durchaus angenehmen Temperaturen wurden die Tägermooser kalt
erwischt: Nach acht Minuten spielten sich Laimbacher und Durante mit einem Doppelpass auf der
linken Angriffsseite in den Gäste-Sechzehner, von wo Laimbacher dem Oldie Simoglou den Ball
pfannenfertig in den Fünfer spielte und dieser vor Mirseloski den Ball ins Tor bugsierte.
Nur drei Zeigerumdrehungen später dann ein ungeschicktes Defensivfoul am Tägerwiler Sechzehner,
was einen Freistoss aus halbrechter Position zur Folge hatte. Iseni schnappte sich den Ball
und jagte das Leder fulminant ins entfernte hohe Eck.
Ein Traumstart für Hersiau, ein Desaster
für Tägerwilen schien sich anzubahnen. Zwar hatte Kasalar nach einem Eckball den Anschlusstreffer
auf dem Fuss, doch er schaffte es, das Spielgerät am Gehäuse vorbeizuschieben. Kurz danach
lobte Brulic, der Ball verfehlte aber das Tor.
In der Folge kam Tägerwilen besser ins Spiel, gewann mehr Zweikämpfe und erlangte mehr Ballbesitz.
Doch das Defensivverhalten blieb ungenügend. Kurz vor der Pause gewährte man dem Herisauer Grillo
zu viel Platz.
Er sprintete über das halbe Feld und sein Steilpass in die Schnittstelle der
Viererabwehr erreichte Laimbacher, welcher flach einschob.
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So gingen die Appenzeller mit einem
Drei-Tore-Vorsprung in die Kabine.
Verbessert, aber nicht zwingend
Nach dem Pausentee, zweier Spielerwechsel und der damit verbundenen Systemumstellung gelang Bajkusa
nach einem Eckball-Abpraller per Kopf das Anschlussgoal! Affentrangers Abwehr auf der Linie sowie
Mirseloskis Safe hielten die Thurgauer im Spiel. Auf der anderen Seite zogen Ciraci und Padula
gefährlich ab.
Die Partie kippte. Der Gast war nun das aktivere Team und steigerte sich im Vergleich zur ersten
Hälfte. Engagement und Präsenz in den Zweikämpfen waren nun besser. Doch ein richtiger Spielfluss
kam nicht zu Stande, auch wegen dem zu kleinlich pfeifenden Schiedsrichter. Dieser stellte zum
Überfluss dann noch P. Benz nach dessen zweiten Gelben vom Platz.
Die Herisauer blieben mit Kontern
gefährlich, wobei Mirseloski als sicherer Rückhalt figurierte. Klare Tägerwiler Torchancen blieben
im weiteren Verlaufe aus. Der FC Herisau machte nicht mehr als nötig und brachte den Sieg über die Runden.
Die dritte Niederlage in Folge ist ein weiterer Rückschlag für die Zbinden-Truppe. Die Winterpause
scheint zur richtigen Zeit zu kommen. Hinzu kommen zwei gesperrte Leistungsträger im ersten
Rückrundenspiel. Tägerwilens Polster auf den ersten Abstiegsplatz beträgt vier Punkte, der Rückstand
auf Leader Wil acht.
Herisau bestätigte seine Aufstiegsambitionen und setzt sich in der Spitzengruppe
fest. Zur Halbzeit der Meisterschaft ist aber noch alles offen, die Gruppe ist sehr ausgeglichen.
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SR: Memeti Jeton
Aufstellung FC Tägerwilen:
Mirseloski - Affentranger, Craft (46. Trigo), P. Benz, R. Benz - Eibeck - D. Longo (58. Padula),
Bajkusa, Araujo (46. Ciraci), Kasalar - Brulic
Aufstellung FC Herisau:
J. Schuler - Schmid, Ferati, S. Schuler, Höhener - Grillo (68. Keller), Ceka, Iseni, Laimbacher - Durante, Simoglou (65. Demirci)
Tore:
1-0 Simoglou (8.), 2-0 Iseni (11.), 3-0 Laimbacher (38.) 3-1 Bajkusa (49.)
Gelbe Karten:
Tägerwilen:
Gelb: Kasalar, Affentranger Gelb-Rot: P. Benz
Glarus: Ceka, Laimbacher
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