[29.10.2007]
Nach der ersten Niederlage dieses Jahres vom vergangenen Wochenende gegen den starken Leader aus Zuzwil
sprach die Mannschaft davon sich mit einem Sieg beim FC Pfyn zu rehabilitieren und so zum Gegner aufzuschliessen.
Bei der bitteren 4:2-Niederlage wurden aber die Schwächen schonungslos aufgezeigt und die Mannschaft ist nun nach
einer tollen Serie wieder auf den Boden der Realität angekommen.
Ungewohnt früh besammelte sich die Mehrheit der aufgebotenen Spieler bereits um 07.30 Uhr in Tägerwilen zum
gemütlichen Wachwerden bei Kaffee und Gipfeli. Zukünftig scheint es aber an Trainer Varga zu sein, seine Jungs
auf die Zeitumstellung aufmerksam zu machen, denn mit Thalmann war es ausgerechnet der „studierteste“ aller
Spieler, der nicht daran dachte länger zu schlafen… Bitter daran ist wohl, dass er beim Trainer darum bat
direkt nach Pfyn zu kommen, da er am Wochenende in Basel sei und so nicht ganz so früh aufstehen müsse! Aber
immerhin war man so vor dem Spiel mal wenigstens zu früh, während man dann während dem Spiel immer etwas zu
spät war.
Von Beginn weg waren es nämlich die Gastgeber, die das Spiel im Griff hatten und den Tarif durchgeben
konnten. Chancen der Tägerwiler waren in der Anfangsphase keine zu verzeichnen und so waren es dann die Pfyner,
welche nach einer knappen Viertelstunde nach einem gut getretenen Eckball in Führung gehen konnten. Torhüter
Engel konnte den Ball nicht richtig befreien und so fiel der Ball dem Pfyner direkt auf den Kopf. Auch die
an den Pfosten postierten Wepfer und Strässle reagierten zu spät und konnten somit den Ball nicht mehr vor
der Linie befreien. Eine Reaktion der Tägerwiler war aber auch im Anschluss an dieses Tor nicht zu erkennen
und so waren es dann wieder die Pfyner, die aus einer eigentlich ungefährlichen Aktion plötzlich das 2:0
erzielen konnten.
Nun schien man auf Seiten der Tägerwiler den Kopf etwas zu verlieren und beschäftigte sich
mehr mit den Fehlern der eigenen Mitspieler und der sehr dürftigen Leistung des Schiedsrichter anstatt seiner
eigenen Leistung. Nach einer tollen Aktion von Francia konnte dieser vom sehr langsamen Pfyner im Strafraum
nur noch durch eine Grätsche gebremst werden und so hatten die Tägerwiler einmal mehr die Möglichkeit vom
Elfmeterpunkt aus zu treffen. Leider konnte der gut reagierende Torhüter von Pfyn aber den satten aber eher
unplatzierten Schuss des ansonsten so souveränen Elfmeterschützen Kerschbaumer abwehren und so blieb es dann
bis zur Pause beim 2:0.
Voller Tatendrang starteten die Tägerwiler dann in die 2. Mannschaft in welcher nebst dem in der
1. Hälfte verletzt ausgeschiedenen Chr. Kreis auch noch auf Sanchez Revuelto verzichten musste.
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Bevor man aber erst so richtig ins Spiel gekommen war waren es aber wieder die Pfyner, welche abermals
nach einem Eckball die Führung auf 3:0 ausbauen konnten. Nun schien sich der Frust bei so manchem noch
etwas mehr auf die Leistung auszuwirken und erst nach Strässles unglaublichem Schuss ins Lattenkreuz
kehrte wieder etwas Leben in die Mannschaft zurück. Das Niveau wurde aber nicht wirklich besser und
so gehörten im weiteren Verlauf der Partie die Highlights mehrheitlich dem Schiedsrichter. Der
Elfmeterentscheid zu Gunsten Pfyns in der 77. Spielminute war jedoch eine klare Sache (auch wenn er
es aus seiner Perspektive gar nicht wirklich sehen konnte) und so konnte sich dann auch noch ausgerechnet
der langsame Verteidiger von Pfyn mit Tägerwiler Vergangenheit als Torschütze notieren lassen.
Kurz vor
Schluss kam es dann nochmals zu etwas Aufregung als der Pfyner Torhüter sehr ungeschickt aus dem Tor
eilte und den heranstürmenden Bulant nur noch mit einer unschönen Aktion stoppen konnte. Obwohl er nicht
letzter Mann war entschied der Schiedsrichter auf Notbremsefoul und stellte den verdutzten Sünder vom
Platz. Die Aktion alleine kann man ohne schlechtes Gewissen mit Rot bestrafen, aber die Begründung
(Notbremse) des Schiedsrichters schien auf beiden Seiten eher für Kopfschütteln zu sorgen… Den fälligen
Elfmeter verwertete dann Francia sehr sicher zum 4:2. In der Folge versuchten es die Tägerwiler dann
in den letzten Minuten nochmals mit Angriffsaktionen, aber etwas zählbares konnte nicht mehr notiert
werden.
Für die Jungs vom „2“ geht es nun darum sich vor der letzten Partie dieses Jahres vom nächsten Samstag
gegen Steckborn nochmals zusammenzureissen und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Von schlechten
Schiedsrichterleistungen oder den Fehlern der eigenen Mitspielern sollte man sich nicht mehr aus der
Ruhe bringen lassen und sich dafür gegenseitig auf dem Platz unterstützen. Jedem einzelnen sollte nun
wieder klar sein, dass man nur als Team erfolgreich sein kann und das eigene Ego auf dem Platz nichts
zu suchen hat.
Eine letzte Chance die wahren Stärken in diesem Jahr nochmals zu zeigen bietet sich der
Mannschaft von Trainer Varga am Samstag (Anpfiff 18.00 Uhr) in der Partie gegen Steckborn wenn es dann
endlich wieder heissen sollte; „Wir sind ein T – E – A – M!“ Gerne würde man in dieser letzten Partie
vor der Winterpause über möglichst viele Zuschauer freuen und sich mit einer engagierten Leistung und
einem Sieg für die wirklich tolle Unterstützung während des ganzen Jahres bedanken.
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Tore: 15. Minute Pfyn 1:0; 25. Minute Pfyn 2:0; 50. Minute Pfyn 3:0;
65. Minute Strässle 3:1; 77. Minute Pfyn (Penalty) 4:1; 88. Minute Francia (Penalty) 4:2
Tägerwilen:
Engel; Chr. Kreis (Bulant), Thalmann, Ventrici (Fröhlich), Wepfer; Strässle, Sanchez Revuelto (Fischer),
Kerschbaumer, Köchli; Widler, Francia
Bemerkungen:
Tägerwilen ohne Binswanger, Zingg, Silecchia, Müller (alle nicht eingesetzt) St. Kreis, Tagliente
(beide verletzt) und Plüer (nicht im Aufgebot)
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